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Heine! Ein Zusammenklang von Malerei, Musik und Wort Im Mittelpunkt stehen Heine-Vertonungen von Schumann ("Dichterliebe"), Schubert ("Schwanengesang") und Brahms, begleitet von Malerei und Druckgrafik aus den Zyklen "Lieder" und "Lyric pieces". ![]() Steffen Wolf (Tenor) und Frederik Palme (Klavier) - der Musikwissenschaftler Stefan Lerche führt ästhetisch, biografisch und politisch, dem bissigen Witz Heines folgend, in den Abend ein. "Die Zyklen 'Lieder' und 'Lyric Pieces' fassen eine Reihe von Bildern zusammen, die zum Teil von Gedichten Heinrich Heines, zum Teil Gedichtvertonungen von Schubert, Schumann, Brahms u.a. Komponisten inspiriert sind. Die Bilder sind so etwas wie der Widerhall eines Wortes oder einer Gedichtzeile, eine Melodiebrockens oder einer harmonischen Wendung, vielleicht auch des Zusammenklangs von Wort und Musik. Sie sind der Ausdruck von Empfindungen, von Gefühlen, im Grunde so etwas wie gefrorene oder geronnene Klänge. Es fällt auf, dass es sich bei vielen Bildern um Kleinformate handelt - das ist eine gewollte Entsprechung zu Heines Lyrik, und ähnlich, wie in den Gedichten bestimmte Motive wiederkehren, findet man in den Bildern wiederkehrende Motive und Formen. Carmen Hillers bedient sich einer im Laufe ihrer Arbeit entwickelten Formsprache: Bestimmte Formen werden benutzt wie Buchstaben, Vokabeln oder Chiffren und kehren dementsprechend in verschiedenen Bildern wieder, farblich variiert, gespiegelt, in immer neuen Zusammenhängen mit sich selbst oder mit anderen Formen kombiniert. Die Klarheit der Formen entspricht der Klarheit von Heines Bildsprache, und hier wie dort erwächst aus längerer Überlegung und geplanter Komposition ein Stück klingender Poesie." (Stefan Lerche) |